Kein Vergeben, kein Vergessen – Gedenken an Thomas Schulz und Mehmet Kubaşık

In den nächsten Tagen jähren sich erneut die rechten Morde am Punk Thomas Schulz (2005) und dem Kioskbesitzer Mehmet Kubaşık (2006) in Dortmund. Während Schulz von einem Neonazi mit einem Messer in einer U-Bahnhaltestelle erstochen wurde, wurde Kubaşık in seinem Laden durch den rechtsterroristischen, sogenannten „Nationalsozialistischen Untergrund“ erschossen. Die beiden Morde verweisen dabei nicht nur auf die Tendenz zu (tödlicher) Gewalt, die rechter Ideologie innewohnt, sie zeigen auch die Lücken in der Bearbeitung rechter Gewalt in Justiz, Sicherheitsbehörden und Gesellschaft auf. So wurden etwa beide lange nicht als rechtsmotivierte Taten anerkannt. Der Mord an Mehmet Kubaşık offenbarte aber auch blinde Flecken antifaschistischer Bewegung, die den rechten Charakter der Tat ebenfalls erst nach der NSU-Selbstenttarnung erkannte.
In Dortmund finden auch dieses Jahr wieder Gedenkveranstaltungen an den Jahrestagen der Morde statt. Wie jedes Jahr verweisen wir auf die beiden Termine und rufen dazu auf, sich am Gedenken zu beteiligen:

Am 28.3. organisieren antifaschistische Gruppen ab 13 Uhr eine Gedenkkundgebung oberhalb der U-Bahn-Haltestelle Kampstraße, dem Ort der Ermordung von Thomas Schulz. Den Aufruf zur Kundgebung findet ihr hier.

In der Woche darauf findet am 4.4. der Tag der Solidarität mit einer Demonstration ab 15 Uhr am Tatort, der Mallinckrodtstr. 190, und anschließender Gedenkkundgebung statt. Aufruf und weitere Infos finden sich hier.

In Gedenken an Thomas Schulz, Mehmet Kubaşık und alle anderen Opfer rechter Gewalt!
Kein Vergessen!

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